Sic – Kirchen, Tanztradition und Naturschutzgebiet
Sic lässt sich über drei unterschiedliche Themen erschließen: Baukunst, Natur und regionale Tanztradition. Für die Reiseplanung hilft eine getrennte Betrachtung, weil Kirchen, Museum und Schutzgebiet jeweils andere inhaltliche Schwerpunkte setzen.
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Foto: Țetcu Mircea Rareș via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 ro
Kultur
Die Biserica de lemn din Sic stammt aus dem Jahr 1731. Errichtet ist sie aus Eichenbalken, die mit Schwalbenschwanz- und geraden Kerbverbindungen zusammengefügt sind. Vier Glasikonen auf der Ikonostase gehören der Schule von Nicula an. Für die Betrachtung lassen sich hier Baujahr, handwerkliche Konstruktion und sakrale Bildkunst als drei eigene Anhaltspunkte auseinanderhalten.
Die Biserica Reformat-Calvină Sic ist ein Baudenkmal mit gotischen Stilmerkmalen. 1555 fand in ihr ein Synod der reformierten Kirchen Siebenbürgens statt. Außerdem sind dort Fragmente von Fresken aus dem 14. Jahrhundert erhalten. Bauform, Kirchengeschichte und erhaltene Malerei bilden hier drei verschiedene historische Ebenen.
Die historischen Bezüge sind unterschiedlich gelagert: Die eine Kirche ist über Material und Verbindungstechnik charakterisiert, die andere über Stil, Synode und Fresken. Das Museum ergänzt diesen Blick um Tanz und das dafür verwendete Schuhwerk. Eine solche Ordnung hält die Unterschiede zwischen den Stationen sichtbar.
Das Muzeul Dansului Sic umfasst eine Museumssammlung, die den traditionellen Tänzen von Sic gewidmet ist; in ihr ist eine Sammlung von 460 Paar Stiefeln ausgestellt, die beim traditionellen Tanz verwendet werden. Tanzthema und Ausstellungsbestand markieren zwei unterscheidbare Zugänge zur lokalen Kultur.
Casa satului ist ein traditionelles Haus mit Reetdach und gehört zu den von der lokalen Gemeinschaft touristisch beworbenen Sehenswürdigkeiten in Sic. Für die kulturelle Auswahl steht neben Sakralbauten und Museum auch ein traditionelles Wohngebäude.
Natur
Das Naturschutzgebiet Stufărișurile de la Sic ist ein Naturschutzgebiet von nationalem Interesse im Fizeș-Becken, das auch als Transsilvanisches Delta bezeichnet wird.
Das Gebiet schützt Zugvogelarten, die in Feuchtgebieten mit üppiger Schilf- und Rohrkolbenvegetation brüten und dort leben. Es verfügt über einen thematischen Pfad in Form eines auf Holzpfählen errichteten Stegs mit zwei Pavillons und einem Aussichtsturm. Bei der Planung lassen sich geschützte Vogelarten, typische Feuchtgebietsvegetation und die Gestaltung des Pfads als unterschiedliche Naturaspekte betrachten. Schutzstatus, Vogelwelt, Vegetation und Weggestaltung bilden dabei verschiedene Ebenen desselben Themas.
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Tradition
Tanz und Essen lassen sich in Sic als zwei verwandte, aber getrennte Kulturthemen betrachten. Bei dem in Sic veranstalteten Volkstanzlager gehörten Kochwettbewerbe zum zweitägigen Abschlussprogramm.
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