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Sarasău: Kultur, Geigenbau und Zăvoaiele Tisei

File:Sarasău (2).jpg File:Sarasău (2).jpg Foto: Țetcu Mircea Rareș via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
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Natur an der Tisa

In der Tisa-Aue von Sarasău liegt das UNESCO-geschützte Feuchtgebiet Zăvoaiele Tisei. Zu dem Gebiet gehören Altarme und Teiche, außerdem ist dort eine vielfältige Fisch- und Vogelwelt zu finden. Damit steht neben den historischen und kulturellen Orten auch ein klar umrissener Landschaftsraum im Mittelpunkt des Dorfes. Die Kombination aus stehenden Gewässern, ehemaligen Flussarmen und Tierwelt gibt diesem Abschnitt einen eigenen natürlichen Schwerpunkt.

Eine besondere Naturerscheinung ist der Ciuroi. Der temporäre Wasserfall entsteht offenbar nur im Frühjahr während der Schneeschmelze. Seine Erscheinungszeit ist damit an einen bestimmten Abschnitt des Jahres gebunden. Bei einem saisonalen Naturereignis gehört die Prüfung der aktuellen Bedingungen zur Reisevorbereitung; die Schneeschmelze markiert keinen ganzjährigen Termin.

Kultur und Handwerk

Casa Man dient heute als Kulturzentrum. Casa Iurka befindet sich dagegen in Privatbesitz und ist stark verfallen. Beide Häuser gehören zu den markanten kulturellen Orten von Sarasău, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrem heutigen Zustand und ihrer Nutzung. Der Gegensatz zwischen öffentlicher kultureller Nutzung und privatem, stark verfallenem Bestand prägt den Blick auf diese beiden Häuser.

Eng mit Sarasău verbunden ist der Geigenbauer Ion Ghereben. Am 20. Juni 1999 präsentierte er beim Smithsonian Folklife Festival in Washington, DC, den Bau einer handgefertigten Violine. Ghereben aus Sarasău zählt zu den produktivsten Geigenbauern in Maramureș. Er förderte und fördert dieses Handwerk in seiner Gemeinde, im Kreis Maramureș sowie in der rumänischen Gemeinschaft in den USA. Sein Wirken reicht damit von der eigenen Gemeinde über den Kreis Maramureș bis in die rumänische Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten.

Zu den historischen Spuren des Ortes gehört eine mittelalterliche Burganlage, deren Datierung unsicher ist. Auch das Alter der alten Kirche in Sarasău ist umstritten: Einige ordnen sie dem 14. Jahrhundert zu, andere datieren sie auf das Jahr 1600. Die beiden Angaben markieren eine erhebliche zeitliche Spannweite für dasselbe Bauwerk. Fest steht, dass die Kirche 1935 von Traian Bilțiu Dăncuș ausgemalt wurde. Sie ist außerdem das älteste Gebäude des Dorfes.

Zur gelebten Tradition gehört Viflaimul, eine Weihnachtstradition, die in der Gemeinde Sarasău noch auf den Straßen und in den Häusern zu hören ist. So steht neben dem historischen Baubestand auch ein saisonal geprägter Brauch im kulturellen Bild der Gemeinde. Der Brauch verbindet den öffentlichen Raum der Straßen mit dem privaten Rahmen der Häuser und ist ausdrücklich an die Weihnachtszeit gebunden.

Verkehrsverbindungen

Die Nationalstraße DN19 verläuft durch Sarasău und verbindet Oradea mit Sighetu Marmației. Zusätzlich wird die Gemeinde von einer Eisenbahnstrecke durchquert. Diese verbindet Sighetu Marmației, Câmpulung la Tisa und Teresva in der Ukraine. Straße und Bahn bilden damit zwei ausdrücklich benannte Verkehrsachsen, die Sarasău mit Orten in Rumänien und über die Grenze hinaus verknüpfen. Bei der Reiseplanung sollten für Bahnverbindungen die aktuellen Fahrpläne und für die Straßenroute die geltenden Verkehrsbedingungen geprüft werden.

Weitere Orte

Weitere Orte im selben übergeordneten Gebiet sind Ocna Sugatag, Baia Mare, Seini, Remeţi, Hoteni, Suciu de Sus, Mittelstadt und Cavnic.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Maramureş.

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