Reen: Kultur, Kirchen und Natur in Reghin
In Reghin vermittelt der Freilichtbereich des Ethnografischen Museums „Anton Badea“ das Modell eines mureșischen Dorfes mit Häusern und Nebengebäuden. Zum Gelände gehören außerdem eine 1998 im Museum rekonstruierte Holzkirche aus Iara sowie bäuerliche Anlagen: eine Wassermühle aus Vătava, eine Ölmühle aus Hodac und eine Weinpresse aus Batoș.
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Foto: Țetcu Mircea Rareș via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kultur und Geschichte
Im Ethnografischen Museum zeigt die Dauerausstellung „Viața satului mureşean“ in sieben Sälen repräsentative Kulturgüter. Das Sachsenmuseum in Reghin ist ein dauerhaftes Museum, das das Leben der Siebenbürger Sachsen in Reghin und Umgebung anhand alter Trachten, Stickereien, Haushaltsgegenstände, Bücher und kirchlicher Objekte rekonstruiert. Zur örtlichen Kultur gehören außerdem zwei Fabriken für Musikinstrumente und zahlreiche Geigenbauwerkstätten.
Die Holzkirche in Reghin, bekannt als „Bisericuța lui Petru Maior“, gilt als einziges rumänisches historisches Denkmal von nationaler Bedeutung im Munizipium Reghin und ist in der Liste der historischen Denkmäler eingetragen. Ihr kreuzförmiger Grundriss mit drei Apsiden spiegelt moldauische Einflüsse wider. Die 1760 gefertigte Ikonostase besitzt Königstüren mit sechs gemalten Medaillons in einem durchbrochenen Dekorfeld mit Weinreben und Trauben.
Vor der evangelischen Kirche steht die „Piramida Viorilor“, ein von Barothy Adam geschaffenes Denkmal für Geigenbauer, das 7,30 Meter hoch ist. Die Reformierte Kirche in der Strada Mihai Viteazu Nr. 51 wurde 1890 nach Plänen des Architekten Alpár Ignác erbaut. Zu ihrer Ausstattung zählen Kanzel, Baldachin, Altarmobiliar und Kirchenbänke; die Kassettendecke zeigt Kirchen aus Siebenbürgen. In diesem Gotteshaus findet jährlich ein Chormusikfestival statt.
Die Römisch-katholische Kirche in Reghin entspricht dem Spätbarock, wurde während der Regierungszeit von Kaiserin Maria Theresia erbaut und 1781 fertiggestellt. Ihre zwölf Buntglasfenster zeigen bedeutende ungarische Persönlichkeiten, Könige und Heilige.
Natur und Radwege
Pădurea Rotundă ist ein als Naturreservat ausgewiesener Eichenwald bei Reghin und wird für Erholung, Sport und Tourismus genutzt. In der Umgebung von Reghin wurden Kolonien des europäischen Bienenfressers festgestellt; die Art ist auf europäischer Ebene geschützt.
Für das Radfahren stehen zwei unterschiedlich markierte Strecken mit klaren Verläufen zur Verfügung. Die gelb markierte Velopoteca Apusului ist 5,4 Kilometer lang und führt von der Strada Spitalului bis zur Strada Mihai Viteazu. Die rot markierte Velopoteca Poienii misst vier Kilometer, verläuft von der Strada Vânătorilor bis zur Strada Dedradului und durchquert den Wald Pădurea Hedel.
Orientierung vor Ort
Visit Mureș stellt für Reghin ein Wegenetz und eine interaktive Karte bereit, mit denen sich Geschichte, Kunst und Religion erkunden lassen. Die kulturellen Stationen, die Naturbezüge und die beiden Radstrecken eröffnen dabei unterschiedliche Themen für die eigene Tagesplanung, ohne dass dieselbe Route vorausgesetzt wird.
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