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Schaas entdecken: Kirchenburg, Geschichte und Radtour

Schaas lenkt den Blick auf Baugeschichte und Landschaft, ohne die sportliche Seite auszublenden. Für die Erkundung stehen unterschiedliche Perspektiven nebeneinander: historische Einordnung, sichtbare Architektur, ein persönlicher Ortsbezug und eine beschriebene Radstrecke. Die Themen lassen sich einzeln betrachten, sodass kulturelle Details und praktische Streckenangaben nicht dieselbe Art der Reiseplanung voraussetzen.

File:RO MS Saes.jpg File:RO MS Saes.jpg Foto: Radu Ana Maria via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
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Kultur

In Șaeș ist die evangelische Kirche als historisches Denkmal MS-II-m-A-16038.01 verzeichnet und auf die Jahre 1820 bis 1832 datiert. Das Ensemble der befestigten evangelischen Kirche ist als Denkmal MS-II-a-A-16038 verzeichnet; datiert wird es auf die Jahre 1500 bis 1525 sowie auf das 17. bis 19. Jahrhundert. Die Biserica Schimbarea la Față ist als historisches Denkmal MS-II-m-A-16037 verzeichnet und auf die Jahre 1805 bis 1821 datiert.

Nach dem Einsturz der ursprünglichen romanischen Kirche von Șaeș im Jahr 1802 wurde die Ruine vollständig abgetragen und bis 1820 durch einen klassizistischen Neubau in Form einer Saalkirche ersetzt. Die Kirche besitzt einen eingezogenen Chor und einen westlichen Glockenturm; Kirche und Turm sind durch Pilaster und Gesimse zurückhaltend gegliedert. Der Turm wird von einem Pyramidendach mit farbig glasierten Ziegeln und einer mit Blech gedeckten Laterne gekrönt. Sie trägt noch ihre originale Feston-Dekoration als Blechformteil.

Von der Kirchenburg in Șaeș sind Reste der Ringmauer, ein kleiner Wehrturm und ein Wehrgebäude erhalten. Letzteres wurde vermutlich als Fruchthaus errichtet und soll während des Baus der neuen Kirche als Bethaus gedient haben. Das Wehrgebäude soll kurz vor dem Einsturz stehen; die Kirche weist schwere konstruktive Schäden auf, die dringend behoben werden müssen.

Josef Haltrich kam 1872 nach Șaeș, übernahm dort das Pfarramt und wurde auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt. 1856 veröffentlichte er in Berlin durch die Vermittlung von Jacob Grimm die Märchensammlung „Deutsche Volksmärchen aus dem Sachsenlande in Siebenbürgen“. Das Pfarrhaus in Șaeș wird dem Kulturerbe der Gemeinde Apold zugerechnet.

Vom Friedhof in Șaeș am Rand des Schaaser Feldes bietet sich ein Ausblick auf das Dorf und die Umgebung.

Die DJ 106 ist die wichtigste Zufahrtsstraße in das Șaeș-Tal und führt von Sibiu über Agnita, Apold, Șaeș und Sighișoara bis zur DN 13. Als historischer Haltepunkt aus dem späten 19. Jahrhundert ist die Haltestelle Șaeș verzeichnet; sie liegt bei Kilometer 10+100 am Ortsausgang in Richtung Sighișoara.

Weitere Reiseziele:Bistra Mureşului, Răstolița, Feleag, Târnăveni, Hetiur, Gorneşti, Ungheni und Absdorf.

Radfahren

Eine etwa 50 Kilometer lange Radtour weist einen leichten bis mittelschweren Schwierigkeitsgrad auf. Sie verläuft überwiegend auf der Via Transilvanica sowie über Schotter-, Erd- und wenig befahrene asphaltierte Straßen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mures.

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