Kalewala: Museen, Handwerk und Kultur
Unterkünfte in Kalewala
Kalewala verbindet konkrete Kulturthemen mit einem markanten Wahrzeichen im Ortszentrum. Das Ethnokulturzentrum Kalevalatalo bietet Rundfahrten und Handwerksangebote; die Reliktkiefer Lennrot verweist auf einen weiteren benannten Ortspunkt.
Kurzfakten zu Kalewala
- Das Museum der Runensänger befindet sich in der Siedlung Kalevala.
- Die Museumsabteilung des Ethnokulturzentrums Kalevalatalo bewahrt eine Sammlung zur Ethnografie und Geschichte der nördlichen Karelier. Sie umfasst 2.134 Objekte.
- Das Zentrum bietet Rundfahrten durch Kalevala sowie Workshops zu Volkshandwerk und Unterricht im Rahmen ethnokultureller Bildungsprogramme an.
- Die Reliktkiefer Lennrot steht im Zentrum der Siedlung Kalevala, die bis 1963 Uchta hieß.
Welche Kulturthemen sind mit Kalevala verbunden?
Die Sammlung des Kalevalatalo widmet sich der Ethnografie und Geschichte der nördlichen Karelier. Ethnografie richtet den Blick auf Lebensweisen und kulturelle Zusammenhänge; gemeinsam mit dem historischen Schwerpunkt ergibt sich ein klar umrissenes Thema für Reisende, die sich für die Kultur der Region interessieren. Die Bestandszahl von 2.134 Objekten gibt der Sammlung eine konkrete Größenordnung, kann sich aber im Laufe der Zeit ändern.
Drei Museen stehen unter der operativen Verwaltung des Ethnokulturzentrums. Außerdem verwaltet das Zentrum das Haus des Ingenieurs Moberg, ein Architekturdenkmal. Damit treffen in den angebotenen Kulturthemen unterschiedliche Perspektiven aufeinander: eine ethnografisch-historische Sammlung und ein benanntes Baudenkmal. Das Museum der Runensänger befindet sich ebenfalls in Kalevala und ergänzt diese konkreten Ortsbezüge.
Welche Angebote bietet das Ethnokulturzentrum?
Das Kalevalatalo bietet Rundfahrten durch Kalevala an. Die Museumsführungen finden auf Russisch und Finnisch statt. Da sich das Sprachangebot ändern kann, stimmen Sie die für Ihren Besuch geltenden Sprachen am besten vorab mit dem Zentrum ab.
Die Handwerksabteilung bietet Workshops zu Volkshandwerk sowie Unterricht im Rahmen ethnokultureller Bildungsprogramme an. Wenn Sie eines dieser Angebote einplanen möchten, erkundigen Sie sich beim Zentrum nach aktuellen Terminen und Teilnahmebedingungen. So können Sie Rundfahrt, Führung und handwerkliche Themen gezielt in Ihre Reiseplanung einordnen, ohne diese unterschiedlichen Angebote miteinander gleichzusetzen.
Was erzählt die Reliktkiefer Lennrot über den Ort?
Die Reliktkiefer Lennrot steht im Zentrum der Siedlung Kalevala. Auch der frühere Ortsname ist mit einer konkreten Jahreszahl verbunden: Bis 1963 hieß das Dorf Uchta. Der Baum und der alte Name setzen zwei unterschiedliche Anker für die Orientierung an Kalevalas Ortsgeschichte: einen heute benannten Punkt im Zentrum und eine frühere Bezeichnung des Dorfes.
Für die eigene Auswahl können Sie die institutionellen Kulturangebote des Kalevalatalo und diese Ortsbezüge getrennt betrachten. Wer sich vor allem für Sammlungen und ethnokulturelle Themen interessiert, findet im Zentrum mehrere passende Anknüpfungspunkte. Die Kiefer und die frühere Bezeichnung Uchta ergänzen diese Themen um einen Bezug zur Siedlung selbst.
Welche weiteren Themen bietet die Republik Karelien?
Auf Ebene des übergeordneten Reiseziels Republik Karelien kommen eigenständige Kultur- und Naturthemen hinzu. Das Museumsreservat Kischi zeigt unter freiem Himmel 89 Denkmäler traditioneller Holzarchitektur, darunter Kapellen, Häuser, Mühlen, Speicher, Dreschscheunen und Trockengestelle. Besucher können das Innere der Kirche der Fürbitte der Gottesmutter und von Bauernhäusern besichtigen; in den Häusern werden traditionelle bäuerliche Handwerke vorgeführt.
Auch die Petroglyphen bieten einen eigenen regionalen Kulturvergleich: Das Welterbe der Onega- und Weißmeer-Petroglyphen umfasst 4.500 Felszeichnungen aus dem Neolithikum in der Republik Karelien. Die Onega-Petroglyphen umfassen mehr als 1.200 Figuren; der Großteil befindet sich auf den drei Kaps Pery Nos, Besov Nos und Kladovets. Die Weißmeer-Petroglyphen zeigen überwiegend Jagd- und Segelszenen samt Ausrüstung sowie Tier- und menschliche Fußspuren.
Als Naturthema steht im übergeordneten Reiseziel der Wasserfall Kiwatsch am Fluss Suna im zentralen Teil Kareliens. Seine Fallhöhe beträgt 10,7 Meter; nach den Rhein-Fällen ist er der zweitgrößte Flachlandwasserfall Europas. Eine Überblicksexkursion im Naturschutzgebiet Kiwatsch umfasst einen Spaziergang im Freien zum Wasserfall sowie den Besuch der dendrologischen Sammlung und des Naturmuseums. Ein 1.000 Meter langer Rundweg verläuft durch ein Waldstück am Ufer der Suna nahe der Exkursionszone; für die Exkursion sind 1 bis 1,5 Stunden angegeben. Prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Bedingungen und stimmen Sie sich dazu mit dem Betreiber ab.
Weitere Reiseziele entdecken: Kindasovo, Yanishpole, Salmi, Medweschjegorsk, Suojarwi, Vilga, Lososinnoye, Kostomukscha.
FAQ
Wo befindet sich das Museum der Runensänger?
Das Museum der Runensänger befindet sich in der Siedlung Kalevala.
In welchen Sprachen finden Museumsführungen statt?
Die Museumsführungen des Ethnokulturzentrums finden auf Russisch und Finnisch statt. Klären Sie die aktuell geltenden Sprachen vorab mit dem Zentrum.
Wie lange dauert die Exkursion im Naturschutzgebiet Kiwatsch?
Für die Exkursion sind 1 bis 1,5 Stunden angegeben. Der nahe der Exkursionszone verlaufende Rundweg ist 1.000 Meter lang; aktuelle Bedingungen erfahren Sie beim Betreiber.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Republik Karelien.