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Vinča

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Vinča verbindet bedeutende Archäologie mit Flusslandschaft und einem artenreichen Feuchtgebiet. Für Ihre Reiseplanung lässt sich der Ort besonders über drei unterschiedliche Erlebnisse erschließen: den Fundort Belo Brdo, den Mali Dunav und Wege wie die Wanderstrecke von Ritopek nach Vinča.

Der Mali Dunav in Vinča ist ein über 1.000 Meter langer Modellfluss. Sein für Besucher hergerichteter Unterlauf erstreckt sich über etwa 5,5 Hektar. Damit steht neben der historischen Fundstätte auch ein klar abgegrenzter Landschaftsbereich im Mittelpunkt des Besuchs.

Die archäologische Fundstätte Belo Brdo besitzt eine 10,5 Meter dicke Kulturschicht, die sich über 10 Hektar erstreckt. Belo Brdo ist außerdem mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Buslinie 307 erreichbar.

Die Ausgrabungen in Belo Brdo begannen 1908 unter der Leitung des Universitätsprofessors Miloje Vasić. Direkt am Fundort befindet sich eine Museumsausstellung; zum Besuch von Vinča Belo Brdo gehört außerdem eine Ausstellung im Freien. Beide Formen der Präsentation gehören damit unmittelbar zum archäologischen Ort und ergänzen die Besichtigung der Fundstätte.

Zu den Funden aus Belo Brdo zählen zahlreiche stilisierte anthropomorphe und zoomorphe Figuren, also Darstellungen in menschlicher und tierischer Gestalt. Eine weitere Besonderheit der Fundstätte liegt in der Metallgeschichte: In Vinča fand die weltweit früheste bekannte Gewinnung von Kupfer durch Extraktionsmetallurgie statt. Wer sich für frühe Siedlungsgeschichte, Archäologie und materielle Kultur interessiert, findet hier deshalb mehrere klar unterscheidbare Themen an einem Ort.

Wie lässt sich Vinča mit einer Route verbinden?

Die Ausflugsroute „Grocka an der Donau“ umfasst die archäologische Fundstätte in Vinča. Auf dieser Route werden Ausflügler vom Kurator des Belgrader Stadtmuseums und Archäologen Dragan Janković fachkundig geführt. Dabei werden sie mit der Entstehung der ersten europäischen Zivilisation mit Sitz in Vinča sowie mit dem geschützten, für die Republik Serbien besonders bedeutenden Fundort vertraut gemacht.

Für Reisende, die lieber zu Fuß unterwegs sind, ist der Wanderweg Ritopek–Vinča 8,6 Kilometer lang und dauert etwa 3 Stunden und 30 Minuten. Entlang dieses Weges ist die Kirche der Heiligen Apostel Petrus und Paulus als besuchenswerter Ort ausgewiesen. Die Wanderstrecke bietet damit eine andere inhaltliche Verbindung zu Vinča als die archäologisch geführte Ausflugsroute.

Welche Naturräume gehören zum Ort?

Die Vinčanska bara ist ein Feuchtgebietsökosystem in der Siedlung Vinča, Gemeinde Grocka, in unmittelbarer Nähe zum Velikoselski rit und zur Donau. Sie bietet zahlreichen Vogel-, Amphibien-, Reptilien-, Insekten- und Pflanzenarten Lebensraum. Das ergänzt den archäologischen Schwerpunkt um einen Naturraum, dessen Bedeutung vor allem in seiner Artenvielfalt und seiner Lage innerhalb der Landschaft liegt.

Wenn Sie Vinča mit weiteren Reisezielen vergleichen möchten, finden Sie außerdem Informationen zu Nemenikuće, Zuce, Ugrinovci, Pinosava, Koracica, Vranic, Jakovo und Kaluđerica.

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FAQ

Wann ist Vinča Belo Brdo für Besuche geöffnet?

Vinča Belo Brdo ist vom 1. April bis zum 31. Oktober für Besuche geöffnet. Außerhalb dieses Zeitraums müssen Besuche im Voraus gebucht werden.

Zu welchen Zeiten gibt es am Wochenende Führungen?

Vinča Belo Brdo bietet an Wochenenden Führungen zu festgelegten Zeiten an: um 10:00, 11:30, 13:00, 14:30, 16:00 und 17:30 Uhr.

Welche geschützten und seltenen Arten sind in der Vinčanska bara nachgewiesen?

Zu den nachgewiesenen geschützten und seltenen Arten zählen die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) und der Seidenreiher (Egretta garzetta).

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Belgrad.

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