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Červený Hrádok: Weinroute, Kultur und regionale Geschichte

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Červený Hrádok liegt in hügeligem Gelände nahe dem Tal des Bachs Širočina. Der Ort gehört zum Oberen Požitavie und liegt in einem der nördlichsten Ausläufer der Podunajská nížina. Zwischen Weinbergen, sakralen Bauwerken, archäologischen Spuren und regionalen Wegen entsteht ein vielschichtiges Bild, das Naturraum und Ortsgeschichte eng nebeneinander zeigt.

Kultur

Ein wichtiger Bau im Ort ist die Georgskirche. Sie ist einschiffig und neoklassizistisch gestaltet; ihr Turm ist in den Baukörper integriert. Zur Ausstattung der Kirche gehört ein Secessionsstil aus der Zeit ihrer Errichtung. In ihrem Inneren befinden sich außerdem zwei volkstümliche Pilgerkreuze aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Weitere religiöse und kulturgeschichtliche Zeugnisse verteilen sich über Červený Hrádok. Im Zentrum steht eine Statue der Heiligsten Dreifaltigkeit. In den Weinbergen befindet sich eine dem heiligen Urban geweihte Kapelle. Auf dem Friedhof fallen ungewöhnliche Grabsteine mit Darstellungen von Heiligen auf. Zu den Wegzeichen des Ortes gehört ein gemauerter Bildstock mit einer Holzplastik des heiligen Vendelin aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine weitere Wegstatue zeigt den gepeinigten Christus; dieses volkstümliche Werk stammt aus der klassizistischen Zeit und ist auf das Jahr 1835 datiert.

Geschichte und Archäologie

Die Geschichte von Červený Hrádok reicht weit über die sichtbaren Bauwerke hinaus. Zu den archäologischen Funden in der Flur Kopanice gehören Keramikmaterial und eine geschlagene Steinindustrie. Dort wurde 1970 außerdem eine Siedlung der Kultur der Menschen mit kannelierter Keramik archäologisch untersucht.

Eine besondere historische Spur bilden die unterirdischen Gänge, die sogenannten Lochy. Während des türkischen Überfalls von 1599 versteckten sich die Bewohner darin. Die Gänge verbanden Häuser und Straßen miteinander und gehörten damit zu einer unterirdischen Struktur innerhalb des Ortes.

Wein und Ortsleben

Für Červený Hrádok sind Weinberge bereits für die Jahre 1715 und 1720 dokumentiert. Heute prägen charakteristische Weinkellerhäuschen das Ortsbild. Červený Hrádok ist außerdem Teil des Lehrpfads entlang der Weinroute der Mikroregion. Die Verbindung von Weinbergen, Kellern und dem Lehrpfad bleibt dabei eng mit der örtlichen Überlieferung verbunden.

Auch bei kulturellen und Gedenkveranstaltungen zeigen sich regionale Traditionen: Die Einwohner von Červený Hrádok tragen dabei verschiedene traditionelle Trachten. Am Festtag des heiligen Georg findet im Ort gewöhnlich ein Kirchweihfest statt. Zur historischen Ortsgeschichte gehört zudem eine Brauerei, die es im Jahr 1714 in Červený Hrádok gab.

Landschaft und Wege

In der näheren Umgebung von Červený Hrádok liegt das 1892 gegründete Arborétum Mlyňany. Sein Park umfasst heute 67 Hektar. Das Arborétum ist ganzjährig geöffnet. Damit steht neben dem hügeligen Gelände und dem Tal des Bachs Širočina auch ein dauerhaft zugänglicher botanischer Ort im näheren Umfeld des Dorfes.

Für Bewegung innerhalb des Ortes befindet sich in Červený Hrádok ein Fit Park. Durch das Katastergebiet von Červený Hrádok verläuft außerdem die Radroute Požitavie–Širočina. Die Route gehört damit ebenso zur regionalen Wegeinfrastruktur wie der Lehrpfad entlang der Weinroute der Mikroregion.

Weitere Orte im selben Gebiet

Für die regionale Weiterführung bieten sich Martin Nad Žitavou, Zlatno, Nemčiňany, Skýcov, Tesárske Mlyňany, Vieska Nad Žitavou, Žikava und Hostie an.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zlaté Moravce.

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