Beladice – Herrenhäuser, Keramikkunst und sakrale Zeugnisse
Beladice liegt im Donautiefland auf der Žitava-Tafel und verbindet eine flache Landschaft mit Herrenhäusern, Parks und sakralen Bauwerken. Durch den Ort fließt der Bach Drevenica, der unterhalb des Tribeč entspringt und in den Fluss Žitava mündet. Zu den genannten Zielen gehören die Herrenhäuser Szentiványi und Pustý Chotár, die Natural Gallery of Art Ceramics sowie die Dolnožitavská-Radroute.
Kultur und Baugeschichte
Das Herrenhaus Pustý Chotár wurde um 1820 von der Adelsfamilie Jesenský errichtet. Im Inneren ist ein Fayencekamin in Form eines pseudorenaissancezeitlichen Anrichteschranks aus den 1890er-Jahren erhalten. Herrenhaus und ursprünglicher Park wurden von 1998 bis 2003 umfassend rekonstruiert und renoviert. Im Herrenhaus befindet sich die Natural Gallery of Art Ceramics, die für Touristen und die allgemeine Öffentlichkeit kostenlos zugänglich ist. Im Bereich des denkmalgeschützten Herrenhauses begann 1999 der Internationale Keramik-Workshop. Bis 2009 wurden insgesamt acht Workshops mit mehr als 50 Künstlern aus 22 Ländern veranstaltet.
Auch das Herrenhaus Szentiványi trägt mehrere klar erkennbare historische Spuren. Es wurde 1874 für O. Sentiváni nach Plänen von V. Balogh umfassend in einem romantischen neubarock-klassizistischen Stil umgebaut. Die Hauptfassade ist zum Park ausgerichtet; im Erdgeschoss sind Kassettendecken und eine hölzerne Wandverkleidung erhalten. Im Park steht außerdem ein Mausoleum der Familie Szentiványi aus dem Jahr 1874. Park Hotel Tartuf und das Herrenhaus bilden gemeinsam ein geschütztes Kulturdenkmal.
Ein weiteres historisches Bauwerk ist das Sirániovský-Herrenhaus in Veľké Chrašťany. Der zweigeschossige klassizistische Bau stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts und befindet sich derzeit als Ruine in einem verlassenen Zustand.
Sakrale Zeugnisse
In Veľké Chrašťany wurde die heutige Pfarrkirche des heiligen Johannes von Nepomuk von 1795 bis 1804 erbaut. An derselben Stelle stand bereits eine erste Kirche, die 1332 errichtet wurde und durch türkische Plünderungen unterging. Die Kapelle zum Heiligen Kreuz in Malé Chrašťany ließ die Familie Ramplet 1863 als Familiengrabstätte errichten; in den 1980er-Jahren wurde sie für Gottesdienste angepasst. Die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk ist ein volkstümliches barockes Werk aus dem Jahr 1766 und befindet sich vor dem Haus Nr. 17. In Pustý Chotár wurde die Kirche Unserer Lieben Frau von Fatima am 22. Oktober 2000 geweiht, nachdem die ersten Bauarbeiten am 25. Februar 1994 begonnen hatten.
Landschaft und Radroute
Der Park um das Herrenhaus Szentiványi enthält seltene Laubbäume, insbesondere Linden und Pappeln. Der Park beim Herrenhaus ist als unbewegliches nationales Kulturdenkmal unter der Nummer ÚZPF 1397/2 eingetragen; zu den geschützten Merkmalen gehören insbesondere die Parkgehölze. Die Dolnožitavská-Radroute führt laut der Streckenbeschreibung nach Beladice, ist 43 km lang, weist 77 Höhenmeter auf und eignet sich für Rennräder und Mountainbikes.
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