Malatíny: Hotels, Kúrias und Liptovtal-Landschaft
Malatíny liegt im westlichen Liptovtal im Tal des Bachs Malatianka. Der Ort verbindet eine historisch geprägte Siedlungslandschaft mit konkreten Spuren aus mehreren Jahrhunderten, einer markanten Aussicht auf die Niedere Tatra und einer ausgeschilderten Verbindung für Mountainbikes.
Kultur
Ein Teil des kulturellen Bezugs zu Malatíny ist im Museum des Liptauer Dorfes in Pribylina zu sehen: Die Dauerausstellung zeigt einen um 1830 errichteten Getreidespeicher aus Nižné Malatíny. In Nižné Malatíny befinden sich mehrere Kúrias mit unterschiedlichen Bauformen und Entstehungszeiten. Dazu gehören die hölzerne Kúria Jozefa Nemešániho a Jána Nemešániho aus dem 19. Jahrhundert, die barocke, gemauerte Kúria Jozefa Bukovinského a Zuzany Bukovinskej aus dem 18. Jahrhundert sowie die steinerne Kúria Márie Kohútovej, geborene Fehérpatakyová, aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.
Ebenfalls in Nižné Malatíny befinden sich die hölzerne klassizistische Kúria Rudolfa Andaházyho a Márie Andaházyovej aus dem 19. Jahrhundert, die gemauerte Kúria Zuzany Podhorányiovej, geborene Ošková, aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die hölzerne Kúria Gejzu Oška a Petrolely Oškovej aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und die hölzerne Kúria Emila Fehérpatakyho vom Ende des 19. Jahrhunderts. Oberhalb von Nižné Malatíny befindet sich außerdem ein gemauerter Glockenturm.
Geschichte
Unter den historischen Siedlungen von Malatíny war Nižný Malatín die älteste. Während der Ersten Tschechoslowakischen Republik entwickelten sich in Malatíny neben der Landwirtschaft auch Weberei und Korbflechterei. Eine weitere historische Spur führt in die Zeit des Slowakischen Nationalaufstands: Damals hatte die Partisanenabteilung Jegorov ihren Sitz in Malatíny.
Auch mehrere archäologische Funde gehören zur Ortsgeschichte. In Nižné Malatíny wurde eine Bronzefibel des Typs Almgren 68 aus der frühen römischen Kaiserzeit gefunden. Im Frühjahr 1850 kamen auf einem Hügel in Nižné Malatíny Bronzegegenstände zutage. 1927 wurde auf dem Grundstück des Bauern Oško in Nižné Malatíny ein Bronzegegenstand mit der Darstellung eines laufenden Löwen auf einem Bogenrahmen entdeckt und dem Liptov-Museum in Ružomberok geschenkt.
Landschaft
Die zentrale Zone von Nižné Malatíny ist als historische Landschaftsstruktur ausgewiesen. Das visuelle Landschaftsbild wird von der Panoramaansicht der Niederen Tatra geprägt, die als wichtigstes visuelles Merkmal der umliegenden Landschaft gilt. Zum Bild um Nižné Malatíny gehören außerdem Waldvegetation, Felder und Wiesen. Ufervegetation entlang des Bachs Malatínka reicht in das visuelle Umfeld von Nižné Malatíny hinein.
Anreise
Nižné Malatíny liegt nördlich der Staatsstraße I/18 und ist über die Regionalstraße III/2345 an die I/18 angebunden. Der nächstgelegene Bahnhof der Gemeinde liegt in der benachbarten Gemeinde Vlachy. Von Nižné Malatíny ist er zu Fuß oder mit dem Fahrrad in 3–5,5 km sowie mit dem Auto in 5,3–6,8 km beziehungsweise 6–8 Minuten erreichbar.
Radfahren
Durch Malatíny führt die Route 9406 Partizánska Ľupča–Malatíny–Liptovská cyklomagistrála. Die Verbindung ist 5,1 Kilometer lang, gelb markiert und als leichte MTB-Route ausgewiesen. Sie verläuft über Asphalt, befestigte Wege, Waldwege und Feldwege und verbindet Partizánska Ľupča mit der Liptovská cyklomagistrála.
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