Sokolovce entdecken: Hotel, Kultur und Natur
Sokolovce liegt etwa 7 km südlich von Piešťany am linken Ufer der Váh, dort, wo ihre linksufrige Aue in den südwestlichen Teil des Gebirges Považský Inovec übergeht. Zugleich bildet der Stausee Sĺňava eine natürliche Grenze des Gemeindegebiets. Ein Teil von Sokolovce liegt im Natura-2000-Schutzgebiet Sĺňava, einem geschützten Vogelschutzgebiet mit der Kennnummer SKCHVU026 und einer Fläche von 691 ha. Es wurde zum Schutz aquatischer Lebensräume und brütender Vogelarten eingerichtet.
Park und Radweg
Der renovierte südwestliche Teil des Parks Sokolovce ist für Erholung und Aktivitäten im Freien öffentlich zugänglich. Im Park gibt es einen Lehrpfad, einen restaurierten Pavillon, Spielgeräte und einen Outdoor-Fitnessbereich. Ergänzend dazu verläuft in der Piešťanská-Straße ein 1,2 km langer Radweg. Er wurde in den Jahren 2020 und 2021 in zwei Etappen gebaut.
Geschichte
Im Gemeindegebiet von Sokolovce sind Siedlungsspuren aus der älteren Steinzeit nachgewiesen. Aus demselben Gebiet stammen Funde aus der älteren Eisenzeit, darunter auch Funde aus der Latènezeit. Außerdem befindet sich dort ein germanisches Grab aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. Die überlieferten Zeugnisse reichen damit von frühen Siedlungsspuren bis in die Zeit der germanischen Bestattungen.
Früher waren die traditionellen Sokolovcer Kirchweihen von Wallfahrten zu Ehren der örtlichen Jungfrau Maria geprägt. Pilger kamen dafür aus der weiteren Umgebung. In der Nähe der Pfarrkirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes steht außerdem die Kalvariengruppe von Sokolovce, eine barocke Skulpturengruppe. Sie soll von einem bislang unbekannten ursprünglichen Ort dorthin versetzt worden sein.
Baukunst und Denkmalbestand
Das Schloss Sokolovce ist ein barock-klassizistisches Herrenhaus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts; in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde ein Turm angebaut. Das Schloss ist im Zentralen Register des slowakischen Denkmalfonds unter der Nummer 1019/1 eingetragen. Zum Areal gehören ein von David Horn aufgewerteter Park mit einem Teich sowie geschützte seltene Bäume, vor allem Platanen und zwei über 200 Jahre alte Rotbuchen.
Derzeit befindet sich das Schloss in Privatbesitz und in sehr schlechtem Zustand. Früher diente es als psychiatrische Heilanstalt. Die heutige Situation und die historische Nutzung gehören ebenso zur Geschichte des Bauwerks wie seine barock-klassizistische Form und die spätere Ergänzung durch den Turm.
Die ursprünglich barocke Kirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes wurde in den Jahren 1768 bis 1770 errichtet. In einer Nische über ihrem Eingang steht eine barocke Statue der Schmerzensreichen Jungfrau Maria aus den Jahren 1700 bis 1706. Zur Ausstattung der Kirche gehört eine Orgel, die 1755 vom Orgelbauer Ján Mocke gefertigt wurde. Um 1786 wurde sie aus dem Trinitarierkloster in Trnava nach Sokolovce gebracht, vermutlich nach der Aufhebung der Klöster durch Joseph II.
Eine Fahrt auf dem Váh
Bei einem geführten Ausflug auf dem Váh zwischen Sokolovce und Hlohovec beginnt die Fahrt nach einem Bustransfer von Hlohovec zum Startpunkt in Sokolovce. Für diesen Ausflug stehen aufblasbare oder Kunststoffkanus, ein Raft und ein Paddleboard zur Auswahl. Vor dem Start werden die notwendige Anmeldung, die Ausgabe der Wassersportausrüstung und der Boote sowie eine Einweisung durchgeführt.
Weitere Ortsseiten: Pistian, Ostrov, Banka, Prasnik, Krakovany, Vrbove, Chtelnica, Rakovice.
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