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Denkmal dem Geliebten in Tomsk: Geschichte und Standort

Das „Denkmal dem Geliebten“ ist eine humorvolle Tomsker Skulptur von Oleg Kislitsky. Lange hing die Figur an der Fassade des Museums der Stadtgeschichte und wurde zu einem bekannten Fotomotiv. Seit Anfang 2024 befindet sie sich nicht mehr dort; die jüngste öffentliche Meldung über ihren Standort stammt vom Dezember 2025.

Kurzfakten zum Denkmal dem Geliebten

  • Die Figur zeigt einen Mann in Unterwäsche, der sich an einem Fenstersims festhält.
  • Oleg Kislitsky bezeichnete sie als Karikatur eines Liebhabers und als humorvolle Skulptur.
  • Die Idee entstand bei der Vorbereitung einer frühen erotischen Kunstausstellung in Sibirien.
  • Über viele Jahre wechselte die Figur zwischen Tomsker Häusern und hing später an der Fassade des Museums der Stadtgeschichte.
  • Seit Anfang 2024 ist sie nicht mehr an dieser Fassade zu sehen.
  • Am 16. Dezember 2025 wurde sie als restauriert und konserviert in der Werkstatt des Künstlers beschrieben; ein neuer öffentlicher Aufstellungsort war damals nicht gefunden.

Eine humorvolle Skulptur aus Tomsk

Das Motiv zeigt einen Mann, der in Unterwäsche von einem Sims herabhängt. Die Figur ist als überzeichnete Alltagsszene gestaltet und spielt mit der Vorstellung eines heimlichen Liebhabers. Ihr ungewöhnlicher Auftritt machte sie zu einem wiedererkennbaren Stadtmotiv, obwohl sie keine große freistehende Statue ist. Kislitsky erklärte rückblickend, die Grundidee sei aus einem Gespräch über den Schutz von Skulpturen vor Beschädigung hervorgegangen: Eine Figur hoch an einem Balkon oder Gesims wäre schwerer zu erreichen.

Bei der Vorbereitungsausstellung für die frühe sibirische Erotikschau „E-ros-gildyai“ wurde die Idee in den 2000er-Jahren umgesetzt. Kislitsky und die Künstler Boris Perzew und Igor Lebedew gehörten zu den Urhebern des Projekts. Der Schöpfer betonte später, das Werk sei als Karikatur und Installationsfigur gedacht gewesen, nicht als klassisches Denkmal. Diese Einordnung erklärt den spielerischen Charakter der Figur und ihre ungewöhnliche Platzierung an einer Hausfassade.

Von Haus zu Haus und an die Museumsfassade

Die Figur blieb nicht an einem einzigen Ort. Der Künstler beschrieb eine wechselnde Geschichte: Die Figur wurde im Lauf der Jahre an verschiedenen Häusern angebracht und hing später mehrere Jahre am Museum der Stadtgeschichte.

Anfang 2024 wurde die Skulptur von der Museumsfassade abgenommen. Die jüngste konkrete Auskunft, veröffentlicht am 16. Dezember 2025, beschrieb sie restauriert und konserviert in der Werkstatt des Künstlers. Gespräche mit möglichen Käufern hatten bis zu diesem Bericht keinen neuen öffentlichen Standort ergeben.

Der frühere Platz an der Fassade des Museums der Stadtgeschichte bleibt ein Kapitel der Skulpturgeschichte. Für einen Stadtrundgang bieten Tomsk und seine Museen, Holzfassaden und Universitätsbauten weitere konkrete Ziele.

Kleine Tomsker Denkmäler im Stadtkontext

Unter den ungewöhnlichen Tomsker Motiven stehen neben dem früheren Liebhaber auch das Denkmal des Glücks, das Pantoffel-Denkmal und das Tschechow-Denkmal. Die Motive setzen unterschiedliche Akzente zwischen Literatur, Humor und Alltag. Ein Rundgang zwischen den Tomsker Holzfassaden und Universitätsbauten erschließt den städtischen Zusammenhang.

Das Denkmal des Glücks setzt auf Humor, das Pantoffel-Denkmal auf ein Alltagsmotiv und das Tschechow-Denkmal auf Literaturbezug. Zwischen diesen Zielen liegen Straßen und historische Fassaden; eine Unterkunft nach Lage und Reiseziel kann zum geplanten Rundgang und zur Ankunftsstation passen. Das Stadtzentrum von Tomsk verbindet die Skulpturen mit Holzarchitektur und Universitätsbauten.

Tomsk liegt in Sibirien, einer Region mit langen Distanzen zwischen Städten. Nowosibirsk, Omsk und Irkutsk gehören zu eigenständigen Reiseetappen; ihre Entfernung macht sie nicht zu kurzen Ergänzungen eines Tomsker Spaziergangs. Die größere Route durch Sibirien kann Stadtbesuche und Landschaftsziele verbinden.

Praktische Ankunft in Tomsk

Direkte Flüge zwischen Russland und der EU sind eingestellt; Verbindungen über internationale Drehkreuze können kurzfristig geändert werden. Deutsche Visa- und Mastercard sowie Bezahl-Apps sind in Russland nicht nutzbar; Abhebungen mit deutschen Karten und Überweisungen nach Russland sind ebenfalls nicht möglich. Diese Bedingungen prägen Anreise und Verkehr, Reisevorbereitung, Einreise und Dokumente und sicheres Unterwegssein auf einer Russlandreise.

Häufige Fragen zum Denkmal dem Geliebten

Wo kann man die Skulptur heute sehen?

Sie ist nicht mehr an der Fassade des Museums der Stadtgeschichte zu sehen. Am 16. Dezember 2025 wurde die restaurierte und konservierte Figur in der Werkstatt des Künstlers verortet; bis zu diesem Bericht war kein neuer öffentlicher Ausstellungsort gefunden.

Wer schuf das Denkmal dem Geliebten?

Der Tomsker Künstler Oleg Kislitsky entwickelte die Figur gemeinsam mit Boris Perzew und Igor Lebedew für die Ausstellung „E-ros-gildyai“.

An wie vielen Tomsker Häusern war die Figur angebracht?

Ihr Künstler erinnerte sich an 32 verschiedene Häuser im Lauf von zwei Jahrzehnten. Die wechselnden Fassadenstandorte prägten die Geschichte der Skulptur, bevor sie mehrere Jahre am Museum der Stadtgeschichte hing.

Was unterscheidet die Skulptur von einem klassischen Denkmal?

Sie entstand als humorvolle Karikatur und Installationsfigur, die an einem Sims hing. Ihr Künstler sagte später, ein klassisches Denkmal sei ursprünglich nicht geplant gewesen.