Veszprem

Veszprem  wurde vom ersten ungarischen König, dem Heiligem Ishtvan (Stephan), gegründet und ist eine der ältesten Städte in Ungarn. Sie ist eine der ungarischen Städte, die hauptsächlich wegen ihrer architektonischen Denkmäler besucht wird. Der Ort liegt malerisch an Hügeln, die als natürliches Fundament für die ganze Reihe der Sehenswürdigkeiten von Veszprem dienen.


Der bekannteste Hügel ist Krepostnaja Gora (der Festungsberg). Der war ursprünglich die Stütze des königlichen Palastes. Leider ist der Palast des Heiligen Stephan nicht in unsere Zeit erhalten geblieben. Die Gebäude auf dem Berg verdienen jedoch eine besondere Beachtung, selbst ohne Pracht der königlichen Gemächer. Eine eineinhalb Kilometer lange Kette aus den Villen, die sich die Länge nach dem steilen Felsen streckt, stellt eine malerische Landschaft der Stadt dar.


Die Villen bilden das historische Viertel im Zentrum von Veszprem. Im Viertel gibt es die Möglichkeit einige Museen  wie das Ziegelmuseum, die Festungsgalerie und das Dezso Laczko Museum zu besuchen. Auch kann man durch die Säle des erzbischöflichen Palastes von Veszprem schlendern. Von der Spitze des Feuerwehrturms aus kann man das malerische Stadtbild bewundern.


Veszprem ist in Ungarn unter einigen inoffiziellen Titeln bekannt. Einer dieser Title ist „Die Stadt von Königinnen“. Das stellt Veszprem in eine Reihe mit Zentren königlichen Ruhmes des mittelalterlichen Ungarn wie Vishegrad und Estregom (die ehemaligen Hauptstädte von Ungarn). Einst befand sich in Veszprem die erste Residenz des Bischofs im Königreich Ungarn. Nur der Bischof von Veszprem durfte lange Zeit die Frauen der ungarischen Könige krönen. Daher stammt der prächtige Titel „Stadt der Königinnen“. Diesen Anspruch Veszprems auf den Titel bestätigen nicht nur die historischen Chroniken, sondern auch die Architekturdenkmäler. Eine der hervorragenden Sehenswürdigkeiten von Veszprem ist die Gisela-Kapelle der Frau von König Ishtvan (Stephan). Die Kapelle ist für ihre einzigartigen Fresken aus dem 13. Jahrhundert bekannt.


Der zweite Titel der Stadt lautet „Das Tor zum Balaton“. Veszprem liegt nur 15 Kilometer vom wichtigen Urlaubsziel in Ungarn entfernt und wird von vielen Touristen als Haltepunkt auf dem Weg zu den Urlaubsorten am ungarischen Meer genutzt. Auch hier wieder die Architektur: Die Bedeutung von „Transitverkehr“ für Veszprem wird durch eine einzigartige Bogenbrücke, die 1938 gebaut wurde, dokumentiert.