Kamtschatka: Vulkane, Wildnis und Pazifik
Kamtschatka liegt in Russland zwischen Pazifik und Ochotskischem Meer und verbindet eine aktive Vulkanlandschaft mit Gletschern, Flüssen, Küsten und weiten Wäldern. Die UNESCO-Welterbestätte „Vulkane von Kamtschatka“ besteht aus sechs getrennten Gebieten.
Kurzfakten zu Kamtschatka
- Die UNESCO-Stätte umfasst sechs räumlich getrennte Schutzgebiete.
- Vulkane und Gletscher formen gemeinsam eine dynamische Landschaft mit Kratern, Calderas und weiteren vulkanischen Formen.
Vulkane, Gletscher und Teilgebiete
Die UNESCO beschreibt Kamtschatka als Gebiet mit hoher Dichte und Vielfalt aktiver Vulkane. Die Wechselwirkung von Vulkanismus und Gletschern prägt Täler und Hänge; die zugrunde liegenden Nominierungsunterlagen erklären den Vulkanismus mit der Subduktion der Pazifischen Platte. Zu den genannten Formen gehören Calderas, Stratovulkane und Somma-Vulkane. Die Kronozkaja Sopka ist ein markanter Vulkan der Halbinsel.
Die sechs Bestandteile des Welterbes sind das Kronozki-Reservat, das Süd-Kamtschatka-Schutzgebiet sowie die Naturparks Bystrinski, Nalytschewo, Süd-Kamtschatka und Kljutschewskoi. Die Teilgebiete sind räumlich getrennt. Die übergeordnete Region ist der Ferne Osten Russlands; sie ist deutlich größer als die Halbinsel selbst.
Vegetation und Tierwelt
Die Landschaft wechselt mit Höhe und Feuchtigkeit. In der historischen UNESCO-Nominierung werden Lärchen- und Fichten-Taiga, Steinbirkenwald, Auen mit Pappeln, Espen, Erlen und Weiden sowie Feuchtgebiete und alpine Strauchtundra beschrieben. Die Flüsse dienen als Laichgebiete für Lachse. Die UNESCO nennt außerdem eine bemerkenswerte Vielfalt der Salmoniden sowie bedeutende Bestände von Seeottern, Braunbären und Stellerschen Seeadlern.
Die Dolina geiserow als konkretes Beispiel
Die Dolina geiserow liegt im Kronozki-Reservat. Dort werden mehr als 30 größere Geysire sowie heiße Quellen, Schlammtöpfe, warme Tümpel und Fumarolen beschrieben.
Die Entdeckung des Tals ist ebenfalls Teil seiner Geschichte: Die Geologin Tatjana Ustinowa und ihr Begleiter Anysyfor Krupenin erkundeten die abgelegene Schlucht 1941. Die Geysire liegen auf engem Raum in einem tief eingeschnittenen Tal. Neben den großen Geysiren gehören Thermalflächen, heiße Quellen, kleine Geysire und Wasserfälle zu den dort beschriebenen geothermalen Erscheinungen. Die kompakte Lage unterscheidet das Tal von ausgedehnten Geysirfeldern wie Yellowstone, Island oder Neuseeland.
Reisehinweise
Die Lage der Unterkunft beeinflusst die Entfernungen zu den geplanten Zielen.
Häufige Fragen zu Kamtschatka
Wann kam der Kljutschewskoi-Naturpark zum Welterbe?
Der Kljutschewskoi-Naturpark wurde 2001 als sechstes Teilgebiet in die UNESCO-Stätte aufgenommen.