Kurische Nehrung: Russland und Litauen vor Einigung

Segeln
Vor der Einigung: Segeln in der Kurischen Nehrung soll einfacher werden.

Die Kurische Nehrung, die zu etwa gleichen Teilen zu Russland und Litauen gehört, zählt ohne Zweifel zu den schönsten Fleckchen Erde entlang der Ostsee. Da es sich bei der Kurischen Nehrung um ein besonders hoch eingestuftes Naturschutzgebiet handelt, ist die Nutzung für den Tourismus in diesem Gebiet nur sehr eingeschränkt möglich. Russland und Litauen unterzeichneten bereits vor knapp drei Jahren ein Abkommen, das den regulären Schiffsverkehr und den Yachttourismus im sogenannten Kurischen Haff zulassen sollte. Das Vertragswerk wurde im Jahr 2008 auch von beiden Seiten ratifiziert, seither hat sich in der Grenzregion an der Ostsee zwischen Russland und Litauen allerdings nichts mehr bewegt.

Georgi Boos, der Gouverneur der Region Kaliningrad, erklärte nun, dass die Kurische Nehrung zwischen Russland und Litauen bei optimalem Verlauf eventuell schon ab dem Sommer 2010 für den beiderseitigen Schiffsverkehr und Yachttourismus geöffnet werden solle. In der Vergangenheit scheiterte dies vor allem daran, dass es auf russischer Seite in Kaliningrad keinen maritimen Zoll gab. Boos versprach jedoch, dieses Versäumnis in den kommenden Monaten nachzuholen und in Kaliningrad einen mobilen Abfertigungsposten aufzubauen.

Sowohl Russland als auch Litauen würden von einer Öffnung des Kurischen Haffs an der Ostsee profitieren. Beide Anrainer haben schon konkrete Vorstellungen über die Umsetzung künftiger Tourismus-Projekte an der Kurischen Nehrung, sind dabei aber zwingend auf einen reibungslosen Schiffsverkehr und Yachttourismus angewiesen, um ihre geplanten Marinas an der Ostsee auch mit Leben füllen zu können. Die Ferienwohnungen und Hotels in Kaliningrad oder in ein Segelurlaub in Litauen könnten als ideale Ausgangspunkte für Ausflüge entlang der Kurischen Nehrung an der Ostsee dienen.

Foto: Markus Lenk

Datum: 09.09.2009