Neuner überzeugt bei Biathlon WM in Russland
Die deutsche Biathletin Magdalena Neuner überzeugt bei Biathlon WM in Russland: Die bayrische Topathletin konnte bei ihrem dritten Rennen bereits die dritte Medaille für sich und das deutsche Team gewinnen.
Magdalena Neuner bleibt die große deutsche Hoffnung bei den Biathlon Weltmeisterschaften im russischen Chanty-Mansijsk und konnte nun schon dreimal Edelmetall gewinnen. Die 24-jährige Biathletin gewann nach ihrem Triumph im Sprint nun Silber in der Verfolgung. Bei diesem Rennen holte Kaisa Mäkäräinen für Finnland die erste Goldmedaille, während Helena Ekholm (Schweden) den dritten Rang erreichte und für die deutsche Athletin Andrea Henkel nur der ungeliebte vierte Platz blieb.
Biathlon WM in Russland 2011: Spannendes Rennen in der Verfolgung
Spannung war groß geschrieben in Chanty-Mansijsk: Vor dem vierten Schießdurchgang führte Neuner. Dann unterliefen ihre allerdings zwei entscheidende Schießfehler, so dass sie am Ende mit 21,60 Sekunden Rückstand hinter fehlerfreien Kaisa Mäkäräinen, die auch im Gesamtweltcup führt, ins Ziel kam. Nach dem Rennen sagte Neuner überglücklich in die Mikrofone der Pressevertreter: "Mein Ziel ist eine Medaille gewesen - die Farbe der Medaille war mir egal“. Neuner zollte der Konkurrentin aus Finnland Respekt. Mäkäräinen habe eine „unglaublich tolles Rennen“ absolviert, zeigte sich die amtierende Doppel-Olympiasiegerin nach dem Rennen als faire Verliererin. Neuner nahm ihre Fehler am Schießstand gelassen hin, und verwies darauf, „dass man beim Biathlon halt ab und an auch einmal danebenschießen kann."
Auch der viertplatzierten Andrea Henkel muss für ihre imposante Aufholjagd Respekt gezollt werden, die fast noch mit dem Sprung auf das Siegerpodest belohnt worden wäre. Henkel kam fehlerfrei noch von dem 20. Platz (fast) ganz nach vorne und lieferte ein spektakuläres Rennen bei der Biathlon WM in Russland. Nur 17 Sekunden fehlten am Ende des Rennens, um Helena Ekholm vom Bronzerang zu verdrängen. Tristesse hingegen bei Miriam Gössner aus dem oberbayrischen Garmisch, die beim dritten Schießdurchgang gleich viermal nicht ins Schwarze traf und nur auf dem siebten Platz landete.
Christian Bathen
Datum: 07.03.2011
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