Turkmenische Teppiche

Der Teppich ist in den orientalischen Ländern nicht nur ein Teil der materiellen und geistigen Kultur. Das Weben von Teppichen hat in Mittelasien tausendjährige Traditionen. Es wird in Werken von Firduosi und Gerodotus gepriesen. Ornamente der turkmenischen Teppiche wurden zu Staatssymbolen. Dem Teppich zu Ehren feiert man in Turkmenistan Ende Mai ein schönes Fest – „Turkmenhaly bairamy“ oder „Tag des Teppichs“.


Turkmenischer Teppich begleitet jeden Bewohner des Landes von der Geburt an und bis zum Tode. Mit Teppichen baut man Häuser winterfest aus, sie sind ein Bett für Erwachsene und eine Wiege für Kleinkinder.


Es gibt über 30 Arten verschiedener Teppiche. Im Haus findet man z.B. den Fußbodenbelag „hal“, den Türvorhang „ensi“ und die Türschwelle „germetsch“. Für Aufbewahrung von Waren sind „torba“ und „tschuwal“ bestimmt. Für das Schmücken der Reittiere verwendet man zahlreiche Pferdedecken und Teppiche, die man unter Sättel legen kann. Während religiösen Ritualien verwendet man Teppiche für das Beten „namaslyk“ und Beerdigungsteppiche „ajatlyk“.


Einer der ältesten Teppiche ist über 2 000 Jahre alt, man hat ihn in der Nähe vom See Teleckoe im Gebiet Gorny Altai gefunden. Es ist bemerkenswert, dass seine Ornamente den traditionellen turkmenischen Ornamenten gleichen. Man vermutet, dass der Teppich von einer der Karawane aus Turkmenistan nach Altai gebracht wurde.


1994 öffnete man in der Hauptstadt von Turkmenistan, Aschgabad, das Museum der Teppiche. Hier werden sowie handgemachte Teppiche des 17. Jahrhunderts als auch moderne und einzigartige Teppiche ausgestellt wie z.B. der riesige Teppich „Solotoj wek Welikogo Saparmurata Turkmenbaschi“ („Die Goldene Zeit des Großen Saparmurat Turkmenbascha“), der sogar ins Guinness Buch der Rekorde eingetragen wurde.

Turkmenische Teppiche verstehen

Turkmenische Teppiche sind nicht nur Souvenirs, sondern Teil einer langen Handwerks- und Kulturgeschichte. Muster, Farben, Material, Herkunft und Verarbeitung sagen viel über regionale Traditionen aus. Wer sich für Teppiche interessiert, sollte deshalb nicht nur nach Größe und Preis fragen, sondern auch nach Alter, Herstellung, Zustand und den Regeln für den Kauf.

Besonders wichtig sind Ausfuhrbestimmungen und Nachweise, weil ältere oder wertvolle Stücke nicht ohne Weiteres mitgenommen werden dürfen. Zur Vorbereitung passen das Teppichmuseum in Aschgabad, die Hinweise zur Teppich-Ausfuhr und der Überblick zu Turkmenistan. Vor einem Kauf sollten aktuelle Vorschriften immer geprüft werden.

Tag des turkmenischen Teppichs

Der Tag des turkmenischen Teppichs wuerdigt ein wichtiges Handwerk des Landes und macht die kulturelle Bedeutung der Muster sichtbar.

Teppichmuseum Aschgabad

Das Teppichmuseum in Aschgabad zeigt turkmenische Knuepfkunst, Mustertraditionen und die kulturelle Bedeutung der Teppiche im Land.

Ausfuhrbestimmungen Teppiche

Wer turkmenische Teppiche kaufen und ausführen möchte, sollte Nachweise, Genehmigungen und aktuelle Zollregeln vor dem Kauf sorgfältig prüfen.

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