Zlatná Na Ostrove: Donau-Natur und Geschichte
Zlatná Na Ostrove liegt an der Hauptstraße und der Eisenbahnstrecke, die Komárno mit Bratislava verbinden. Südlich von Zlatná Na Ostrove fließt die Donau und bildet dort die Staatsgrenze zwischen der Slowakei und Ungarn.
Natur
Auf dem Veľkolélsky ostrov gibt es ein vielfältiges Mosaik aus Feuchtgebiets-, Wald- und Graslandlebensräumen. Der Veľkolélsky ostrov ist Teil des Vogelschutzgebiets Dunajské luhy, dessen Schutz auf die Erhaltung von Lebensräumen für Vogelarten von europäischer Bedeutung ausgerichtet ist. Außerdem gehört er zum Ramsar-Feuchtgebiet Dunajské luhy.
Das Naturschutzgebiet PR Zlatniansky luh liegt auf dem Veľkolélsky ostrov, wurde 1974 ausgewiesen und umfasst 9,14 Hektar. Es schützt erhaltene Auwaldreste mit Brutplätzen für Wasservögel am Unterlauf der Donau. Der Veľkolélsky ostrov in der Nähe der Siedlung Veľký Lél ist zugleich Teil des Landschaftsschutzgebiets Dunajské luhy und als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung anerkannt.
Der Veľkolélsky ostrov liegt im Katastergebiet der Gemeinden Zlatná na Ostrove und Veľké Kosihy und ist die letzte noch zur sogenannten „Binnenlanddelta der Donau“ gehörende Donauinsel.
Aktivitäten
Der Lehrpfad auf dem Veľkolélsky ostrov kann zu Fuß, mit dem Boot oder mit dem Fahrrad begangen beziehungsweise befahren werden. Auf der Insel werden außerdem geführte Wanderexkursionen mit einer Dauer von einem halben bis zu einem ganzen Tag angeboten.
Auf dem Veľkolélsky ostrov bietet der Reitklub Zlatý Hucul Ausritte in die Natur an. Zlatý Hucul widmet sich dem Agrotourismus in der naturnahen Umgebung des Veľkolélsky ostrov und bietet Kindern und Erwachsenen Reitunterricht an.
Die Radroute durch die Žitný ostrov ist 73,5 Kilometer lang und führt durch Zlatná na Ostrove. Die Route verläuft nahezu eben über Staatsstraßen und den Deich der Donau.
Kultur und Geschichte
Das Goldwaschen aus den Sandablagerungen der Donau war vom Mittelalter bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine örtliche Lebensgrundlage. Der Donauabschnitt, an dem Wassermühlen betrieben wurden, wurde Malomrév genannt, was „Anlegestelle der Wassermühlen“ bedeutet.
Die Kirche der reformierten christlichen Kirche wurde 1794 erbaut. In ihr befindet sich ein „Tisch des Herrn“ aus dem Jahr 1714. Die klassizistische Kúria wurde 1769 auf älteren Fundamenten von Michal und Štefan Magyary-Kossovci errichtet und steht bis heute in der Nähe der Kirche der reformierten christlichen Kirche.
Die römisch-katholische Kirche wurde 1935 erbaut. In den Jahren 1848/49 diente die Pfarrei als Hauptstandort österreichischer Armeekorps, und der Kirchturm wurde als Beobachtungsstation genutzt.
Auf dem jüdischen Friedhof steht ein Holocaust-Mahnmal mit den Namen von 61 Opfern aus der Gemeinde. Die Einwohner der Gemeinde ließen das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs 1928 auf dem örtlichen Friedhof errichten. 1975 wurde neben diesem Denkmal ein Denkmal zu Ehren der Opfer an den Fronten des Zweiten Weltkriegs errichtet. Ein Denkmal erinnert an 80 Gefallene des Ersten Weltkriegs.
Weitere Orte
Weitere Orte sind Imeľ, Veľké Kosihy, Bodza, Martovce, Nesvady, Chotín, Čalovec und Svätý Peter.
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